Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbandes Altenahr

AHRBRÜCK. Aufbruchsstimmung herrschte beim gut besuchten Neujahrsempfang des CDU-Gemeindeverbandes Altenahr im Bürgerhaus Ahrbrück. Es war der erste Neujahrsempfang des Gemeindeverbandes überhaupt. Der Kandidat der CDU für die Wahl eines neuen Verbandsbürgermeisters am 10 März, Thomas Karutz, war dabei und eröffnete die „heiße Phase“ seines Wahlkampfs.

Zustimmung gab’s für die jüngst erfolgte Gründung der Jungen Union in der Verbandsgemeinde, vor allem vor dem Hintergrund der Kommunalwahlen am 25. Mai und dann frei werdender Sitze in kommunalen Parlamenten.

Entsprechend zukunftsweisend waren die Themen der Redner. Viel Zustimmung gab’s für das Engagement des Mayschosser Bürgermeisters Hubertus Kunz in puncto Elektrifizierung der Ahrtalbahn. Ein weiteres dominantes Thema war die Nahversorgung in dem ländlichen Gebiet.

Kandidat Thomas Karutz sprach ungleiche Lebens- und Entwicklungsbedingungen in den Höhenorten an, forderte für alle Nahversorgung, ärztliche Versorgung, Pflegeangebote. Außerdem Bürgerservice mit guten Online-Angeboten und die Einführung eines „Mobilen Rathauses“.

Eine Absage erteilte Karutz „Verkehrslärm, Rasern und Unfallgefahren“. „Hier gibt es keine Kompromisse, hier müssen wir helfen und handeln“, sagte er und regte verkehrsregulierende Maßnahmen an, Tempolimits, Bodenschwellen, Blitzanlagen.

In dem Zusammenhang sprach er auch über ein Radwegesystem durch die gesamte Verbandsgemeinde. Das Ehrenamt solle gestärkt, die Kultur gefördert, die Bürokratie auf diesen Gebieten mittels eines Vereins-Beraters im Rathaus verringert werden. „Die öffentliche Anerkennung des Ehrenamts soll durch einen jährlichen Preis erfolgen“, regte Thomas Karutz an.

Wirtschaftsförderung nannte der Kandidat als „Chefsache“. „Ich werde direkter Ansprechpartner für unsere Unternehmen sein“, sagte er. Zu seinen weiteren Stichworten gehörten Klimaschutz und Energiewende, Bauland und Bildungsangebote, die Ahrtalschule dürfe nicht schlecht geredet, Alt und Jung müssten zusammengeführt werden etwa durch Mehrgenerationenprojekte. Auf den Gebieten Straßenbau, Dorferneuerung und Tourismus sieht sich Karutz als „Initiator, Lotse und Treiber“.

Applaus erhielt der Redner für seine Ankündigung, Schulden abzubauen, Investitionen auf wichtige Zukunftsprojekte zu konzentrieren – und die Verbandsgemeindeumlage zu reduzieren. „Gesellschaften, die sich nicht verändern, fallen langfristig zurück“, formulierte er seinen Denkansatz.

Der Landtagsabgeordnete Horst Gies (CDU) sprach unter anderem über Anstrengungen zum Erhalt der Steillagen und gratulierte zur Gründung der Jungen Union Altenahr.

Dem schloss sich Landrat Jürgen Pföhler an. „Demokratie wird von unten aufgebaut“, sagte er. „Gutes bewahren, Neues schaffen“, nannte er als Gebot der Zeit. Den Rückbau der Ahrtalbahn vor ein paar Jahrzehnten nannte Pföhler eine „fundamentale Fehleinschätzung“, die Elektrifizierung der verbliebenen Strecke ein „wichtiges Zukunftsthema“. In den kommenden Jahren müssten Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit untersucht werden. Als Pluspunkte für die Entwicklung der Dörfer in den vergangenen Jahren wies Pföhler auf Investitionen in die Kreisstraßen, schnelles Internet, Ausbau der Kitas, Schaffung von Überflutungsflächen im Hochwasserschutz hin. „Die Verbandsgemeinde ist gut aufgestellt“, sagte der Landrat. 2019 sei ein „wichtiges Jahr“.